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Die Firma Boldt und die Sturmflut

Von 1903 bis 1985 ließ das Geschäft der Familie Boldt in der Königstraße 59 und 61 Kinderherzen höherschlagen. Neben Spielwaren gehörten aber auch Haushaltswaren, Möbel, Porzellan, Glas, Kinderwagen sowie Korbwaren zum Sortiment. Von ursprünglich vielen Haushaltswarengeschäften in der Königstraße existiert heute keines mehr. Der Einzelhandel ging in den letzten Jahrzehnten stetig zurück, da er zunächst der Konkurrenz großer Kaufhausketten, später des Onlinehandels nicht standhalten konnte.

1903 gründeten die Brüder Adolf und Johannes Boldt ein Geschäft für Eisenwaren, Fahrräder, Nähmaschinen und Schusterartikel auf dem Flamweg. Drei Jahre später erstand die Familie das Haus in der Königstraße 59. Während Johannes sich am Flamweg auf den Vertrieb von Eisenwaren und Schusterartikeln spezialisierte, vertrieb Adolf Boldt in der Königstraße Haushalts- und Spielwaren sowie Porzellan.

Zwischen den Weltkriegen, im Jahr 1927, erstand die Familie Boldt das Nachbargebäude in der Königstraße 61. Hier war bis dahin die Familie Postel ansässig. Herr Postel war Klempner. Nach seinem Tod führte seine Frau einen Mittagstisch in der Königstraße 59, der als Mittagstisch der „Witwe Postel“ bekannt war.

Über 80 Jahre lang war das Geschäft der Firma Boldt in der Königstraße ansässig. Foto: Privatbesitz

In zweiter Generation

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges, am 26. Juni 1946, beantragte der damals 25-jährige Hans Adolf Boldt, jüngster von insgesamt drei Söhnen, bei der damaligen Militärregierung seinen Eintritt in die Firma als gleichberechtigter Gesellschafter. In seinem Antrag musste er nicht nur Auskunft über seine Lehre und Arbeitserfahrungen geben, sondern ebenfalls über die Mitgliedschaft in Organisationen und Verbänden der Nationalsozialisten.

Adolf und Bertha Boldt lebten in der Königstraße 61 über ihrem Geschäft. Foto: Privatbesitz

Nach eingehender Prüfung durch den Einzelhandelsverband Schleswig-Holstein, den freien Wirtschaftsverband Kreis Pinneberg, der Industrie- und Handelskammer zu Kiel und dem Verwaltungsausschuss der Gemeindevertretung Elmshorn stimmte der Elmshorner Stadtdirektor seinem Antrag am 28. September 1946 zu. Nachdem sein Bruder Karl im November aus der Kriegsgefangenenschaft zurückkehrte, führten sie gemeinsam mit ihren Eltern die Geschäfte in der Königstraße 59 und 61.

„Gebrüder Boldt“

Die beiden Geschäfte firmierten zunächst unter dem Namen „Gebrüder Boldt“ und spezialisierten sich auf Spielwaren, Glas, Porzellan, Haus- und Küchengeräte, Galanterieartikel sowie Korbwaren.319 In den folgenden Jahren wurden noch Kinderwagen in das umfangreiche Sortiment aufgenommen. Die Namensgebung geht auf die Söhne der ersten Generation, Adolf und Johannes, zurück.

„Adolf Boldt“

Später erfolgte eine Umbenennung in „Adolf Boldt“, der das Geschäft in der Königstraße seit 1903 leitete. Unter diesem Namen führten seine Söhne Karl (1907-1973) und Hans Adolf (1920-2004) die Geschäfte nach dem Tod des Vaters im Jahr 1955 weiter. Ihre Mutter Bertha Boldt saß noch als 88-Jährige an der Ladenkasse. Der dritte Sohn der Familie, Erich, war als Prokurist für die Fleischwarenfabrikation Rostock tätig und trat nicht in den Familienbetrieb ein.

Karl betrieb die Warenbereiche Hausrat, Kinderwagen und Gartenmöbel während Hans Adolf für den Einkauf von Spielwaren sowie Glas und Porzellan zuständig war.

Wohnhaus mit Garten und Au-Gang

Während ihre Eltern Adolf und Bertha Boldt in der Königstraße 61 lebten, teilten sich die Brüder mit ihren Familien die Obergeschosse der Hausnummer 59. Hans Adolf schlief mit seiner Frau und den beiden Töchtern zunächst im 2. Stock, die ursprünglich als Jungmädchenzimmer für Haushaltsangestellte und Personal dienten. Karl Boldt lebte nach dem Tod seiner Frau Annemarie im Jahr 1945 mit den beiden Kindern Gisela und Heinz im 1. Stock. Küche und Wohnräume in der ersten Etage wurden von beiden Familien gemeinsam genutzt. Während die guten Stuben der Wohnungen zur Königstraße hin zeigten, lag der Wohnbereich zur Gartenseite.

Beide Häuser verfügten über einen Garten, der bis an die Krückau reichte. Gisela Neels (geborene Boldt) wurde am 22. Juli 1940 in der Königstraße 59 geboren, wuchs über dem Spielwarenladen Boldt auf, absolvierte ihre Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau in Hamburg und war schließlich als Verkäuferin in dem Geschäft ihres Vaters und Onkels tätig. Sie erinnert sich an das Grundstück wie folgt: „Der Garten, der ging bis zur Krückau. Da war noch ein Gang. Wir sagten immer Au-Gang. Da hatten wir eine Pforte hin, so wie alle anderen in der Straße auch. Auf dem Gang konnte man dann an der Au entlang gehen, bis zur Dammbrücke hoch.“

Die Kinder Gisela und Heinz Boldt im Garten der Königstraße 59, 1944. Foto: Privatbesitz

Nach den verheerenden Sturmfluten 1962 und 65 wurde das bis dahin kaum befestigte Krückauufer um 1967 mit einer Spundwand verstärkt. An diesen Arbeiten mussten sich alle Hauseigentümer*innen der Königstraße finanziell beteiligen. Wenige Jahre später kaufte die Stadt den Anwohner*innen zusätzlich einige Quadratmeter ihrer Grundstücke für den Bau einer Zulieferstraße für den seit den 1970er Jahren autofreien Teil der Königstraße ab. Somit verschwanden die idyllischen Gärten an der Südseite der Königstraße nach und nach.

Vorweihnachtszeit in der Königstraße

Die Firma „Adolf Boldt“ beschäftigte zwischen zehn und zwölf Angestellte und bildete eigene Lehrlinge aus. Frau Neels erinnert sich: „Gerade in der Weihnachtszeit hatten wir viele Aushilfen, bis zu 20 Leute. Das waren ja auch die Boom-Jahre nachher, so Mitte der 1950er Jahre bis Mitte 70 sowas. Da haben wir auch den Goldenen Sonntag und den Silbernen Sonntag vor Weihnachten gehabt. Da wurde von mittags bis abends aufgemacht und das war natürlich eine ganz besondere Atmosphäre. Jeder war gut aufgelegt, ob nun Kunden oder Verkäuferinnen. Es war eben ein anderer Tag. Und wir haben Zeiten gehabt, da standen die Leute bis bei „Homann und Heyck“ [heute „Bäckerei Junge“] um die Ecke. Polizei stand vor der Tür. Wenn fünf oder sechs Personen rauskamen, wurden wieder sechs Leute reingelassen, weil es sonst überhaupt nicht mehr zu übersehen war. Das waren Zeiten vor Weihnachten, das kann sich jetzt überhaupt niemand mehr vorstellen.“

Besonders beliebt waren vor Weihnachten natürlich die Spielwaren. „Ich hab viele Puppenhäuser verkauft. Und dann die Einrichtung dazu. Ob jetzt Lämp­chen oder Möbel oder was nicht alles. Das wurde alles einzeln auf den Kassenzettel geschrieben – per Hand natürlich – und dann mit Übertrag auf die nächsten Seiten, bis dann am Ende unter Umständen 300 Mark für ein Puppenhaus, voll eingerichtet, zusammen kamen. Da hatte man auch eine Stunde oder zwei mit einem Kunden zu tun.“

Nicht nur in der Vorweihnachtszeit waren die Schaufenster der Königstraße 59 und 61 liebevoll dekoriert. Anlässlich des 50. Firmenjubiläums wurde eine Puppenhochzeit inszeniert, 1953. Foto: Privatbesitz
Das Selbstbedienungskonzept erlaubte auch bei „Spielzeug Boldt“ die kritische Überprüfung der Waren, in diesem Fall Stofftiere. Foto: Privatbesitz
Am Verkaufstresen spielten sich die Beratung und auch manchmal ein kleiner „Klönschnack“ ab. Neben Spielwaren konnten die Kund*innen in den 1950er Jahren auch Kinderwagen und -betten sowie Haus- und Küchengeräte kaufen. Foto: Privatbesitz

Die Firma Boldt und die Sturmflut

Die Firmeninhaber Boldt ließen die Verkaufsräume des Hauses 59 im Jahr 1965 modernisieren und umbauen.

„1962 hatten wir ja die große Flut und da sind wir völlig abgesoffen. Wir hatten immer im Keller auch Verkaufsräume, bis zum Schluss. Der ganze Keller hatte Glas, Porzellan, Badewannen, Eimer – größere Sachen eben. Und dann kam die Flut. Die kam nicht als erstes durch die Königstraße, sondern von der Krückau – die ja hinter uns war – durch die Erde und schoss dann aus den Wänden. Und dann lief erst der Keller voll, bis wir merkten, dass Flut war. 1962 räumten wir dann noch wieder alles auf.

1965 haben wir die Verkaufsräume in der Königstraße 59 umgebaut. Den Keller und das Erdgeschoss. Das Haus wurde abgestützt und alles ist rausgerissen worden. Es gab eine Drainage um das Haus und Pumpen, die im Notfall angeschmissen werden sollten.“

Gisela Neels, geborene Boldt, erinnert sich an den Umbau des Geschäftes und die Sturmfluten 1962 und 1965.
Die Königstraße war immer wieder von Sturmfluten betroffen, so auch mehrmals in den 1960er Jahren. Blick in Richtung Alter Markt, links Einmündung in „Streckers Gang“. Foto: Privatbesitz
Als die Krückau 1962 und 65 über die Ufer trat, lief das Wasser zuerst in die Gärten der südlichen Königstraße. In der Mitte Haus 59 der Familie Boldt. Das Haus Nummer 61 ist nur am Rand hinter dem Haus von „Kolonialwaren Meyn“ (Damm 1) zu sehen. Rechts das Haus ist die Nummer 57 von der „Wein- und Spirituosenhandlung Meyn“. Foto: Privatbesitz
Das Wasser ist bereits abgelaufen, die Schaufenster mit den Flutschäden in den Geschäften noch verhängt. Sturmflut in der Königstraße 1962. Foto: Privatbesitz

Verkauf trotz Umbau

„Während des Umbaus haben wir weiter verkauft. Da haben wir nur den Eingang von Haus 61 aufgemacht. Die Kasse und sowas wurde alles rübergeholt. Die Waren mussten dann aus dem Lager geholt werden. Dafür ging es jedes Mal über die Baustelle, dann von außen auf den Dachboden rauf, das Spiel holen – oder was auch immer – und dann wieder über den Bau und wieder in den Laden zurück. Oder eben nach hinten raus und zu dem Porzellanboden, den wir im Nachbargebäude anmieteten, und das von da holen. Also das war schon ganz schön mühselig! Aber wir haben den Laden die ganze Zeit aufgehabt.

Der Eingang des Hauses wurde dann auch tiefergelegt, damit wir die Treppen zum Ladeneingang nicht mehr hatten. Da war nur noch eine Stufe nachher. Und natürlich alles modernisiert und so weiter. Das war 1965. Und dann wollten wir im November Einweihung feiern, da waren dann die Geschäftspartner, also Vertreter und Firmen eingeladen, wie das meistens so ist, am nächsten Tag dann offizielle Kundeneröffnung. Aber da kam leider auch wieder die Flut.“

„Ich bin – wie es zu der Zeit war, schwarzes Kostüm an und dann noch beim Friseur angemeldet vorher, der war auf dem Bauerweg – morgens sogar noch am Hafen vorbeigelaufen und habe gesehen, dass das Hafenbecken vollläuft. Aber sonst war von der Flut eben noch nichts zu bemerken. Ich komm dann beim Friseur an und sehe meine Tante da unter der Haube sitzen mit Tränen im Gesicht. Ich frag sie ‚Was ist denn nun los?‘ ja und sie: ‚Das Wasser steht schon wieder im Keller‘. Und ich sag ‚Nein, das gibt’s doch nicht!‘

Wir hatten ja alles neu gemacht. Wirklich ganz toll alles. Wir haben den Abend vorher bis zwölf/halb eins noch den Laden eingeräumt und Fenster dekoriert und alles für den großen Tag – und dann das.

Und ich Dussel, heute sag ich Dussel, hab mich dann auch noch frisieren lassen. Was für ein Quatsch im Nachhinein! Naja, auf jeden Fall sind wir dann zur Firma und da war die Königstraße dann ja auch schon voll Wasser. Von dort riefen wir die Tischlerei Siegfried Bühler an. Die waren auf Klostersande und haben damals die Ladeneinrichtung gemacht und alles mit eingebaut. Die sind dann gekommen und haben alles wieder rausgerissen.

Erd- und Untergeschoss des Hauses 59 wurden unmittelbar vor der Sturmflut 1965 renoviert und erhielten neue Ladeneinrichtungen. Foto: Privatbesitz

Ich weiß gar nicht, wo wir all das Geschirr damals gelassen haben. Das müssen wir ja einfach auf den Boden gestellt haben. Die Regale waren nämlich alle mit Resopal bezogen und das Wasser hätte sie alle aufgequollen. Das musste also alles wieder raus.“

„Und ich habe dann – es war ja mein ehemaliges Zuhause – meinen Kostümrock ausgezogen, gleich wie ich gekommen bin, und einen alten Tweedrock an und dann hieß es plötzlich aus dem Keller ‚Wir brauchen noch mehr Hammer!‘ und naja, ich sag ‚Ich hol welche!‘ und dann natürlich über die Königstraße. Aber es war schon Wasser in der Königstraße. Und ich dann ohne Schuhe, denn die wären ja nass geworden, in Rock und Strumpfhose rüber zu „Heim & Nielsen“ (Königstraße 52) und hab dann erstmal Hammer und sowas nachgeholt, damit die weiter arbeiten konnten. Der Keller ist trotzdem noch vollgelaufen. Das Wasser kam aus den Steckdosen! Das muss man sich mal vorstellen, was da alles kaputt war! Obwohl wir die Drainage und die Pumpen hatten. Das hat alles nicht funktioniert. Der Boden, der war richtig aufgebrochen. Und das nach einem halben Jahr Umbau! Das war ganz schön hart für meinen Vater und meinen Onkel. Mein Onkel hat das komplette halbe Jahr mit dem Bau zugebracht. Den haben wir nachher gesucht, der saß dann hinten – wir hatten bei Meyn nebenan den Boden gemietet und da hatten wir Porzellan gelagert – da saß er dann und wusste nicht mehr wohin. Ich hab gedacht, der ist gleich bereit für Schleswig. Da kann man natürlich auch verzweifeln. Dann mussten wir auch noch aus der Wohnung raus – also ich wohnte da ja schon nicht mehr, aber meine Tante, mein Onkel und meine beiden Cousinen, die mussten zu der Oma rüberziehen. Die hat in dem Nebenhaus gewohnt. Denn sie hatten Angst, dass mit der Gasleitung was war. Und dann mussten sie ein paar Tage da raus. Ja – da haben wir allerlei durchgemacht mit dem Kram da.“

Eröffnung in Gummistiefeln

„Die Eröffnung war ja für die Geschäftsleute gedacht, aber da wir ja noch Wasser in der Königstraße hatten – und bei uns im Keller – konnten die Leute nicht rüber kommen. Die standen bei Möhring im Gang mit ihren Blumen in der Hand – die Vertreter und so weiter – und konnten nicht rüber kommen.

Und dann waren manche ganz schön plietsch! Die sind in die Marktstraße gegangen und haben sich bei „von der Heyde“, einem Schuhgeschäft, Gummistiefel gekauft und sind dann rüber gekommen. Die waren wirklich ganz toll! Und so gab es dann doch eine Eröffnung. Die Verbindung war ja auch ganz anders damals. Das war schon alles familiärer als dieses namenlose heute. Es waren ganz andere Kontakte.“

Im Keller schipperte das Geschirr

„An die Flut 1962 habe ich noch eine Erinnerung: Im Keller des Hauses 59 waren die Verkaufsräume mit dem Geschirr. Der war nun voll Wasser gelaufen und da schwappte es schon über die Treppe ins Erdgeschoss. Und da geht dann jemand von uns hin – man hörte ja nur das Schippern von unten mit dem Geschirr – stellt sich da hin und rief: ‚Ist da jemand?‘

Kann man mal sehen, wie wir da mit den Nerven zu Fuß waren! Überhaupt nicht dran gedacht, dass da keiner sein konnte, weil das Wasser stand ja bis oben. Da denken wir so oft noch dran! Das sind so Kleinigkeiten, die dann in der Erinnerung bleiben. Gott sei Dank kann man da heute drüber lachen. Aber das war eine verdammt harte Zeit!“

„Uns hat die Flut 1965 damals materiell schlimmer getroffen. Da ist so viel kaputt gegangen, bevor es überhaupt gebraucht werden konnte. Das sind ja nachher die Schwierigkeiten. Wer kommt dafür auf? Das sind Naturgewalten, entsprechende Versicherungen gab es zu der Zeit noch nicht.“

Geschäftsaufgabe 1985

Nachdem Karl Boldt 1973 verstarb, führte sein jüngerer Bruder Hans Adolf die Geschäfte weiter. Als er im Jahr 1985 65 Jahre alt wurde, beschloss er, die Firma aufzugeben. Bereits zu jener Zeit waren erste Rückläufe im Einzelhandel zu bemerken. Zudem war es – wie für viele Firmeninhaber in der Königstraße – schwierig, einen Pächter für Haus und Laden zu finden. Da von den Einnahmen insgesamt drei Familien ihren Lebensunterhalt bestritten und zudem die Löhne für die Angestellten bezahlt wurden, war der Verkauf des Hauses 59 für Hans Adolf und seine Frau Lieselotte die Altersversorgung. Sie zogen nun in die seit dem Tod der Mutter 1976 leerstehende Wohnung im Nachbarhaus. Hier lebten Hans Adolf und Lieselotte Boldt bis 2004, bzw. 2011. Bis heute ist das Haus in der Königstraße 61 in Familienbesitz und wird aktuell vermietet.

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