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Von der Kornmühle zum Ladengeschäft

Christoffer Mahncke errichtete 1835 am Wedenkamp (heute Königstraße 40) eine „Schiffskeksbäckerei“. Der Betrieb verkaufte Schiffszwieback und Weizenmehl.

Bereits ein Jahr nach der Gründung führte Mahncke 6184 Sack Schiffszwieback im Gewicht von 649.170 Pfund sowie eine beträchtliche Menge Weizenmehl aus. Die Elmshorner Kornwassermühle war nicht in der Lage, diese großen Mengen an Mehl zu produzieren. Mahncke wollte daher Getreide selbst mahlen und stellte 1838 bei der damaligen Kopenhagener Regierung einen Antrag, dass er vom Mühlenzwang befreit werde. Der Mühlenzwang bestand mit Ausnahme der Öl- und Grützmühlen bis 1854. Nur der Landesherr besaß das Recht, Getreidemühlen zu bauen und diese an Müller in Pacht zu geben. Sein Gesuch wurde abgelehnt. Wenig später gab Mahncke die „Keksbäckerei“ auf und konzentrierte sich auf den Getreidehandel. Sein Nachfolger, der Kornhändler Claus Mohr, führte das Geschäft weiter und nach ihm übernahm der 1860 geborene Sohn Diedrich Mohr den Betrieb.

Nahezu 100 Jahre diente das Gebäude mit den Speicherböden in der Königstraße 40 dem Kornhandel, im Elmshorner Volksmund nur „Mahncke-Mohr“ genannt. Foto: StA Elmshorn
Das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Haus wurde nicht wieder aufgebaut, sondern durch einen neuen Rotklinkerbau ersetzt, der noch heute existiert. Foto: Per Koopmann, StA Elmshorn
Im neu gebauten Wohn- und Geschäftshaus bot Wilhelm Hansen wie in der Vorkriegszeit hochwertige Damenmode an. Foto: Per Koopmann, StA Elmshorn

Nach der Aufgabe des Kornhandels zog in die linke Hälfte erst „Zigarren-Kurt“, dann „Uhren-Schwarke“ ein und in die rechte Seite das Bekleidungsgeschäft von Wilhelm Hansen.

Heute ist hier in beiden Geschäften zusammen eine Filiale der Parfümerie „Douglas“ ansässig.

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