Holstenplatz

Der Bombenkrieg im Zweiten Weltkrieg im August 1943 hatte die alte Bebauung des Holstenplatzes vollständig zerstört. Daher begann die Stadt ab Ende der 1950er Jahre im Rahmen eines Flächennutzungsplanes mit der Neubebauung.

Blick in die Königstraße aus Richtung Holstenplatz, Nachtaufnahme, ca. 1965. Foto: E.-G. Scholz

Bis in das Jahr 1943 stand an der Ecke Holstenstraße / Königstraße der „Holsteinische Hof“. Das stattliche Gasthaus mit großer Gartenanlage, die sich bis zu den Bahngleisen erstreckte, wurde 1937 von dem damaligen Inhaber Gustav Holsten verkauft.

Im Namen französisiert in „Hôtel“, wirkte der „Holsteinische Hof“ umso mondäner. Postkarte, um 1909. Sammlung IME

Während der Bombenangriffe im Sommer 1943 wurden das Hotel sowie die Nebengebäude und das zugehörige Restaurant zerstört. In den 1950er Jahren entstand im Zuge baulicher Umgestaltungen an Stelle des „Holsteinischen Hofes“ ein Bahnhofsvorplatz. Den Namen „Holstenplatz“ trägt er seit 1959.

Im „Eisbär“ am Holstenplatz, einer Bar mit Café, schleckte wohl so manche*r Elmshorner*in das erste Eis, 1951. Foto: StA Elmshorn, Fotograf: P. Koopmann.

Zehn Jahre später stiftete die Volksbank den „Flora-Brunnen“. Das mit Wasserfontänen gespeiste Becken war versehen mit einer Gallionsfigur, die der Elmshorner Künstler Wilhelm Petersen schuf. Da der Pflegeaufwand des Brunnens enorm war, wandelte die Stadtverwaltung das Becken in den 1980er Jahren zu einem großen Pflanzencontainer um. 2008 wurde er komplett abgerissen. Die Galionsfigur befindet sich heute an der Außenfassade der Volksbank, in Blickrichtung Krückau.

Holstenplatz mit Florabrunnen, um 1970. Foto: Sammlung IME
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