57

Von der Essigmühle zum Friseursalon

Das mit gelben Klinkern besetzte Haus in der Königstraße 57 kommt unscheinbar daher. Gleich zwei der drei Gewerbeflächen stehen seit Ende des Jahres 2019 verlassen und reihen sich ein in die Vielzahl von Leerständen in der Elmshorner Innenstadt. Doch entgegen seiner äußeren Erscheinung blickt das Haus auf eine mehr als 160-jährige Geschichte zurück. Hier waren unterschiedlichste Geschäfte beheimatet.

Das Haus in der Königstraße 57, um 1893. Foto: Privatbesitz

Von der Essigmühle zum Friseursalon

Lange Zeit war die Familie Meyn eng verbunden mit der Elmshorner Königstraße. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts begann sie, das Grundstück Nummer 57 gewerblich zu nutzen. Von der Jahrhundertwende bis in die 1960er Jahre war der Tagesausschank eine beliebte Anlaufstelle für viele Elmshorner*innen.

Den äußeren Gegebenheiten passten sich die jeweiligen Betreiber*innen des Betriebes stetig an. So erweiterten die Meyns den ursprünglich landwirtschaftlich und für den Großverkauf angelegte Spirituosen-, Essig- und Weinhandel bereits Ende des 19. Jahrhunderts um einen Ausschank. Wenige Jahrzehnte später konnten auch Privatkund*innen in einem neu eingerichteten Ladenlokal einkaufen.

Nach dem letzten Generationenwechsel erfolgte schließlich zu Beginn der 1970er Jahre eine Umgestaltung zum Reformhaus. Lore und Karl Wilhelm Meyn bewiesen nicht nur damit, dass sie sich am Zahn der Zeit befanden. Unter ihrer Regie erweiterte sich in der Königstraße 57 auch das Ladenangebot auf insgesamt drei Geschäftszeilen. Lange Zeit fand sich das Reformhaus Meyn eingefasst zwischen Rosenapotheke und Stadtcafé.

Mehr Infos zu dem Haus in der Königstraße 57 auf Seite 2

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