Der Trinkkultur auf der Spur

Über 130 Besucherinnen und Besucher kamen am 10. Februar in das Industriemuseum, um bei der Eröffnung der ersten Sonderausstellung im Projekt Königstraße Elmshorn – 773 Schritte durch die Zeit“ dabei zu sein. Gemeinsam mit Vertreter*innen des Industriemuseums, der Stadtbücherei, dem Kunstverein, der Bahnhofsmission, der Diakonie, dem Stadtarchiv und dem Förderverein des Museums begrüßte Bürgermeister Volker Hatje alle Interessierten nicht nur zur Ausstellungseröffnung, sondern auch zu der Premiere des Dokumentarfilms „Königstraße 57 – Vom Ausschank zum Reformhaus“.

Erstmals schenkten Mitarbeiter*innen des Industriemuseums bei einer Eröffnung neben Sekt auch alkoholfreien „PriSecco“ aus. © Industriemuseum Elmshorn

Begleitet wird die Ausstellung „Der Trinkkultur auf der Spur“ von einem vielfältigen Rahmenprogramm: In den Räumen des Industriemuseums, der Stadtbücherei sowie dem Torhaus und dem Café mittendrin finden Führungen, Vorträge, Erzählcafés und Verkostungen statt. In Zusammenarbeit mit Ulrike Gay (Medienpädagogikzentrum Hamburg e.V.) und Stefan Corinth (Ahoi Media) ist zudem eine einfühlsame Dokumentation über das Gebäude und die Bewohner*innen der Königstraße 57 entstanden. Der Film zeichnet ein Bild vom Leben und Arbeiten in der Königstraße, wirft einen Blick hinter die Hausfassaden und zeigt die Entwicklung der Königstraße in den letzten 150 Jahren.

Zur Eröffnung zeigte das Industriemuseum den 30-minütigen Dokumentarfilm „Königstraße 57 – Vom Ausschank zum Reformhaus“ auf der großen Leinwand. Noch bis zum 5. Mai ist er täglich in der Ausstellung zu sehen. © Industriemuseum Elmshorn


Diedrich Meyn, Johannes Möhring und Jochen Detlef Lienau (v. links) betrieben in der Königstraße Spirituosenhandlungen, eine Brauerei und ein Café mit Konditorei. Das Foto wurde im Garten der Königstraße 57 aufgenommen. © Privatarchiv Familie Meyn

Noch bis zum 5. Mai ist die Ausstellung „Der Trinkkultur auf der Spur“ im 2. Obergeschoss des Industriemuseums zu sehen. In fünf Bereichen erzählt sie die Geschichten derjeniger, die in der Vergangenheit in der Königstraße Getränke hergestellt und vertrieben haben. Vorgestellt werden nicht nur Café- und Eisdielenbetreiber sondern ebenfalls Brauer und Spirituosenhändler. Weiterhin wirft die Ausstellung einen Blick auf den gesellschaftlichen Umgang mit Getränken und stellt dabei Rituale vor, die noch immer mit dem Konsum alkoholischer oder alkoholfreier Flüssigkeiten in Zusammenhang stehen. Die Auswirkungen übermäßigen Alkoholkonsums werden durch historische Postkarten illustriert, die im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts von unterschiedlichen Abstinenzvereinen vertrieben wurden. Die Geschichte der jüngsten Elmshorner Vergangenheit wird über das Eiscafé Vittoria beleuchtet, das in den 1960er Jahren den Cappuccino in die Stadt brachte. In wie fern so genannte Refill-Stationen nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt und Ressourcen schonen, erfahren die Museumsbesucher*innen ebenfalls in der Ausstellung.

Alle Informationen zum Rahmenprogramm und weitere Informationen zu dem Projekt „Königstraße Elmshorn – 773 Schritte durch die Zeit“ erhalten Sie hier.

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